Aktuell

Die öffentliche Vortragsreihe befasst sich mit der Transformation von Grenzen anhand von empirischen Fallstudien und konzeptionellen Erfordernissen. Dafür eingeladen sind sozial- und kulturwissenschaftliche Grenzforschende aus Deutschland, Polen, Frankreich und Dänemark. Die dritte Ausgabe der Reihe ist eine Kooperation des UniGR-Center for Border Studies (Universität Luxemburg) und des Centre for Regional and Borderlands Studies (Universität Breslau).

Das UniGR-Center for Border Studies sucht eine:n Postdoc in Border Studies an der Universität Luxemburg. Die:Der mehrsprachige Stelleninhaber:in ist Teil des Teams der UniGR-CBS-Koordinationsstelle und arbeitet mit Grenzforscher:innen aus Luxemburg, Deutschland, Frankreich und Belgien. Die Aufgaben dienen der Umsetzung des UniGR-CBS-Entwicklungsplans und umfassen Forschung, Vernetzung und Science-Policy-Aktivitäten. Bewerbungsschluss ist am 30.9.2022.

Seit einigen Jahren entwickelt sich im deutschsprachigen Raum die kulturwissenschaftliche Grenzforschung. Sie wird erst an wenigen Universitäten betrieben, wichtige Impulse gehen aber von Wissenschaftler:innen aus Frankfurt (Oder), Duisburg-Essen, Saarbrücken und Luxemburg aus. Zur Weiterentwicklung der kulturwissenschaftlichen Grenzforschung verbringt C. Wille zwei Monate am Viadrina-Center B/ORDERS IN MOTION an der Europa-Universität Frankfurt (Oder).

Die internationale Gesellschaft für Geographie feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Der Jubiläumskongress findet vom 18.-22. Juli in Paris statt und will die Vielfalt und Entwicklung der geographischen Disziplin rekapitulieren. Zum vielfältigen Programm zählt auch das Panel „Frontières en temps de crise”, auf dem C. Wille zum Thema „Covidfencing: une frontiérisation contestée” spricht.

Die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe „Labour across borders – LABOR SwissLux” mit Mitgliedern aus Luxemburg, Schweiz und Frankreich lädt am 12. Juli zu einem Symposium ein. Die Veranstaltung mit dem Titel „Emploi, mobilité et identité au prisme des frontières” findet an der Universität Lausanne statt, eine Online-Teilnahme ist auch möglich. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion berichten Forschende und Akteure über die Situation in der Schweiz.

Funk/Wille (2022): Stresstest für die Jugendmobilität im Grenzraum. Grenzüberschreitende Berufsausbildung und Studium während der Pandemie – Erfahrungen und Perspektiven. Panorama. Deutsch-französische und europäische Analysen 2. mehr Info
Wille (2021): Vom processual shift zum complexity shift: aktuelle analytische Trends der Grenzforschung. In: Gerst/Klessmann/Krämer (Hg.): Grenzforschung. Handbuch für Wissenschaft und Studium. Nomos, 106-120. mehr Info
Wille/Gerst/Krämer (Hg.) (2021): Identities and Methodologies of Border Studies: Recent Empirical and Conceptual Approaches. Borders in Perspective 6. mehr Info
Wille/Weber (2020): Analyzing border geographies in times of COVID-19. In: Mein/Pause (Hg.): Self and Society in the Corona Crisis. Perspectives from the Humanities and Social Sciences. Melusina Press. mehr Info
Wille/Kanesu (Hg.) (2020): Bordering in Pandemic Times. Insights into the COVID-19 Lockdown (thematic issue). Borders in Perspective 4. mehr Info
Wille/Nienaber (Hg.) (2020): Border Experiences in Europe. Everyday Life – Working Life – Communication – Languages. Nomos. mehr Info