Vortrag – Integration und Zusammenhalt in Grenzregionen?

Der Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie steht in diesem Jahr unter dem Rahmenthema „Gemeinwohl und Eigeninteresse“. In ihrem Vortrag problematisieren I. Pigeron-Piroth und C. Wille die Situation in Grenzregionen und zeigen, dass die Nicht-Integration von Grenzregionen als Voraussetzung für Grenzgängermobilität und soziale Abgrenzungsprozesse als Ergebnisse von Grenzgängermobilität diskutiert werden können. Der Kongress findet vom 21.-23. Juni in Zürich statt.

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Artikel - Identitäten in Grenzregionen

Im jüngsten Beitrag von C. Wille wird die Bedeutung von nationalen Grenzen für räumliche Identitäten in Grenzregionen untersucht. Die Analyse am Beispiel der Großregion SaarLorLux zeigt, dass nationale Grenzen in den Identifikations- und Identifizierungsvorgängen der Einwohner trotz grenzüberschreitender Verflechtungen eine wichtige Rolle spielen, aber nicht zwangsläufig als starre Ordnungskategorien.

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Rezension – Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen

In der jüngsten Ausgabe von „Berichte. Geographie und Landeskunde“ (90/2016) wird der Band „Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen in Grenzregion“ besprochen. Joachim Burdack gibt darin einen informativen Inhaltsüberblick und hebt hervor, dass die Beiträge die vielfältigen Lebenswirklichkeiten in der Großregion widerspiegeln. Außerdem werde deutlich, dass trotz der Durchlässigkeit von Grenzen sozial bedingte Grenzziehungen in der Region bedeutsam bleiben.

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Artikel – Ausgleichszahlungen nach Belgien

Luxemburg zahlt jährlich Beträge in zweistelliger Millionenhöhe an das benachbarte Belgien. Damit werden die Wohnkommunen der Luxemburg-Pendler entschädigt, da diese die Einkommenssteuer im Großherzogtum abführen. Im Trierischen Volksfreund vom 28. März fragt der Journalist B. Wientjes, ob auch das benachbarte Frankreich und Deutschland einen Ausgleich erhalten sollen. C. Wille erinnert im Interview an die Wirtschaftsunion von 1922 und rät von einer Ausweitung der Zahlungen ab.

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Call for Paper – Mehrsprachigkeit als Migration

Mehrsprachigkeit als grenzüberschreitende Bewegung steht im Mittelpunkt des Symposiums „Mehrsprachigkeit als Migration“ (3. und 4. Juli 2017). Die Veranstaltung wird vom Schwerpunktbereich „MIS – Migration und Interkulturelle Studien“ der Universität Luxemburg organisiert und richtet sich an Literatur-, Sprach-, Sozial- und Kulturwissenschaftler. Vortragsvorschläge können in deutscher, englischer und französischer Sprache noch bis 31. März 2017 eingereicht werden.

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Kulturwissenschaftliche Border Studies

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Grenzen steht derzeit vor großen Herausforderungen. Dabei wird die starke Position der Raumwissenschaften zugunsten kulturwissenschaftlicher Perspektiven auf Grenz(raum)fragen zunehmend relativiert. Daran knüpft die in 2017 gegründete KWG-Sektion „Kulturwissenschaftliche Border Studies“ an und versucht, diese Strömung sowohl auf Ebene der Theoriebildung als auch der Analysebeispiele weiter zu entwickeln.

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