Border Complexities

In den Border Studies ist seit einigen Jahren eine methodologische Wende zu beobachten, die auf komplexere Weisen der Beschreibung und Untersuchung von Grenzen abzielt. Dabei in den Blick genommen werden dynamische Formationen von Akteuren, Aktivitäten, Körpern, Objekten und Wissen, die als Grenz(de)stabilisierungen wirksam werden. Solche Formationen werden als „Border Complexities“ bezeichnet und stehen im Zentrum des interdisziplinären Projekts. Sie werden über unterschiedliche analytische Zugänge konzeptualisiert und anhand empirischer Beispiele diskutiert.

Dafür wird eine sorgfältig abgestimmte Workshopreihe durchgeführt, die eine strukturierte Auseinandersetzung mit einer rezenten Entwicklung der Border Studies ermöglicht. Die Reihe besteht aus fünf thematisch verbundenen Workshops, an denen Nachwuchswissenschaftler_innen und etablierte Wissenschaftler_innen teilnehmen. Die Workshops fokussieren auf jeweils einen spezifischen Analyseaspekt von Border Complexities und sollen den noch jungen Trend zu komplexeren Betrachtungen in der Grenzforschung weiterentwickeln.

Die Workshops finden 2019-2022 an den Standorten der Partneruniversitäten statt, von denen sich vier in einer geographischen Grenzlage befinden. Die französisch-deutsche, französisch-luxemburgische, deutsch-polnische und deutsch-dänische Grenzlage wird genutzt, um die Schwerpunktthemen der Workshops anschaulich zu machen und zu vertiefen. Folgende Workshops finden statt:

05-06/12/2019 – Grenzen als Border Complexities
Universität Luxemburg, Esch-sur-Alzette

18-19/03/2021 – Logiken der Un/Ordnung von Border Complexities
Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

07-09/06/2021 – Zeitlichkeiten und Wandel von Border Complexities
École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris

02-03/12/2021 – Materialitäten und Körperlichkeiten von Border Complexities
Europa-Universität Flensburg, Flensburg

02-03/06/2022 – Räumlichkeiten und Netzwerke von Border Complexities
Université de Lorraine, Metz

Das aus Mitteln der Deutsch-Französischen Hochschule geförderte Kooperationsprojekt wird von fünf Partnern durchgeführt. Dazu zählen:

Universität Luxemburg (UniGR-Center for Border Studies)
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION)
Europa-Universität Flensburg (Interdisciplinary Centre for European Studies)
Université de Lorraine (UniGR-Center for Border Studies)
École des Hautes Études en Sciences Sociales (Centre Georg Simmel)

Mehr Informationen auf www.bordercomplexities.org