Interdisziplinäre Grenzraumforschung

Über dreißig Wissenschaftler der Universität Luxemburg untersuchten zwischen 2011 und 2014  Entstehungsprozesse von Räumen und Identitäten und die dahinter liegenden Konstruktionsmechanismen. Besonderes Augenmerk lag auf dem Untersuchungskontext von Grenzregionen, wobei hier unterschieden wurde zwischen politisch-territorialen Grenzregionen (z.B. Großregion) und kategorialen Grenzregionen, die sich in Transgressionen von Dichotomien (z.B. öffentlich/privat) äußern.

Die Fragestellungen wurden über drei miteinander verknüpfte Forschungsschwerpunkte bearbeitet:

Wie Räume und Identitäten durch Akteurshandeln entstehen, wurde anhand der (machtvollen) Durchsetzung von Raum- und Identitätsvorstellungen auf institutioneller Ebene rekonstruiert. 

Für die Bestimmung von Raum- und Identitätskonstruktionen in und durch Medienhandeln wurden  Prozesse der medialen Erzeugung und Verhandlung von Räumen und Identitäten untersucht.

Raum- und Identitätskonstruktionen durch Subjekthandeln wurden auf alltagskultureller Ebene erhoben und an das Konzept der Subjektkonstitutionen rückgebunden.

Innerhalb der praxistheoretisch orientierten Forschungsschwerpunkte wurden mit einem breiten Methodeninstrumentarium 19 empirische Fallstudien durchgeführt. Neben inhalts- und diskursanalytischen Verfahren sind besonders verschiedene Interviewserien und die grenzüberschreitende Befragung von 3.300 Personen in Luxemburg, Wallonien, Lothringen, Rheinland-Pfalz und im Saarland hervorzuheben. 

Die Projektergebnisse und Fallstudien wurden in deutscher und englischer Sprache als Buch veröffentlicht. Informationen zum Buch hier.

Weitere Informationen zum interdisziplinären Projekt hier.

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