Phantomgrenzen im Kontext grenzüberschreitender Wohnmigation

Mit ‚Phantomgrenzen’ wird das Zusammenspiel von durchlässigen nationalen Grenzen und fortbestehenden sozialen Grenzziehungen bezeichnet. Fünf Wissenschaftler haben dieses Phänomen anhand der Wohnmigration aus Luxemburg in den deutschen Grenzraum untersucht. Sie rekonstruieren den Zusammenhang zwischen Differenzmarkierungen und nationalen Grenzen im Zusammenleben von Zugezogenen und Einheimischen.

Atypische Grenzgänger in der Großregion

Die atypischen Pendelbewegungen gewinnen in der Großregion zunehmend an Bedeutung. Bezeichnet werden damit Grenzgänger, die aus dem benachbarten Ausland in die ‚angestammte Region’ an ihren Arbeitsplatz kommen. Dabei ist Lothringen eine bevorzugte Wohnregion und Luxemburg sowie die deutschen Bundesländer sind bevorzugte Arbeitsregionen. Das Phänomen hat sich in den 1990er Jahren besonders an der deutsch-französischen Grenze und in den 2000er Jahren an der luxemburgischen Grenze entwickelt.

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Atypische Luxemburg-Pendler in der Großregion

Die Zahl der Grenzgänger in der Großregion mit luxemburgischer Nationalität, die ins Großherzogtum an ihren Arbeitsplatz kommen, ist mit 3.446 Personen (2011) relativ niedrig. Sie hat sich seit 1999 jedoch verdreifacht. Die meisten von ihnen pendeln aus Deutschland (50,2%) ein, gefolgt von Frankreich (25,1%) und Belgien (24,6%).

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Regionalisierungen und Identitätskonstruktionen von grenzüberschreitenden Wohnmigranten

Die Studie mit dem gleichnamigen Titel betrachtet spezifische Formen räumlicher Mobilität in der Großregion und untersucht Regionalisierungsprozesse und Identitätskonstruktionen. Dabei geht es um den Einfluss von nationalen Grenzen auf (De-/Re-)Konstruktionen von Räumlichkeiten und Identitäten. Im Fokus der Betrachtungen stehen Wohnmigranten und atypische Grenzgänger, die aus dem Großherzogtum und anderen Ländern in eine Nachbarregion Luxemburg gezogen sind, und die Luxemburger Wohnbevölkerung. Mittels einer breit angelegten quantitativen Befragung und qualitativen Interviews soll nachvollzogen werden, welche Raum- und Identitätskonstruktionen von den drei Teilgruppen hervorgebracht werden und wie sie im Grenzraum zusammenwirken.

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Wohnmigranten in der Großregion SaarLorLux

Wohnmigranten an der luxemburgischen Grenze sind ein noch junges Phänomen. Es gewinnt seit über einem Jahrzehnt aber kontinuierlich an Bedeutung prägt zunehmend das Leben in den grenznahen Kommunen in Deutschland, Frankreich und Belgien. Unter den Wohnmigranten befinden sich nicht nur Luxemburger, sondern auch Franzosen, Deutsche, Belgier und Personen mit anderen Nationalitäten. Sie ziehen im Wesentlichen aufgrund von Preisunterschieden für Wohneigentum und Baugrund, die zwischen Luxemburg und den Nachbarländern bestehen, um.

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Wohnmigranten in Rheinland-Pfalz

Die Wohnmigration aus Luxemburg nach Rheinland-Pfalz und die Arbeitnehmermobilität in dem Bundesland sind vielschichtig. So hat sich die Zahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Luxemburger seit 1995 mehr als vervierfacht. Ferner befinden sich unter den jährlich Zuziehenden aus Luxemburg zu etwa 40% Personen ohne Luxemburger Staatsbürgerschaft. Mit insgesamt 27.000 Grenzgängern nach Luxemburg ist auch unter den Einheimischen die grenzüberschreitende Mobilität sehr ausgeprägt. Unter ihnen befinden sich 1.118 Luxemburger (2011), die jeden Tag ins Großherzogtum an ihren Arbeitsplatz pendeln.

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